Zwischen Worpswede und Paris

Die Kunst Paula Modersohn-Beckers

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D

von Herrn Dr. Thomas Andratschke, Kurator für die Europäische Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Leitung der Graphischen Sammlung am Niedersächsischen Landesmuseum Hannover

In nur 10 Jahren hat Paula Modersohn-Becker mehr als 750 Bilder gemalt, die erst nach ihrem Tod 1907 bekannt geworden sind. Geschult in der Künstlerkolonie Worpswede, die 1895 ihren großen Durchbruch erlebte, hat Modersohn-Becker die Strömungen der französischen Avantgarde auf vier Studienreisen nach Paris entdeckt. Die frühe Adaption einer modernen Formensprache, der Abstraktionsprozess innerhalb ihres Werkes, macht Modersohn-Becker zu einer Pionierin der europäischen Avantgarde an sich. Nicht allein im Emanzipationsprozess von Künstlerinnen nimmt sie also eine herausragende Stellung ein.

Der Vortrag verfolgt Leben und Werk von Paula Becker, die seit 1901 in Künstlerehe mit dem Landschaftsmaler Otto Modersohn verheiratet war. Er zeigt die formale
Entwicklung auf, die Modersohn-Beckers Kunst zwischen Worpswede und Paris genommen hat, und er markiert dabei die großen Themen, denen die Künstlerin immer treu geblieben ist: Landschaft und Stilleben, Mädchen und Frau.

Facilitator

Dr. Thomas

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