Von 1986 bis 2018 verbrachte der luxemburgische Künstler Wil Lofy längere Perioden in der abgelegenen Küstenregion Patagoniens in Chile. Eine Schiffsreise um Kap Hoorn im Jahr 1986 war der Ausgangspunkt für sein Interesse an der Gegend, deren unberührte und wilde Landschaft zu einem zentralen Bezugspunkt für sein künstlerisches Schaffen wurde.

Um 1998 erwarb Lofy die Inseln Toro und Mutri, die ihm sowohl Zufluchtsort wie auch Inspirationsquelle waren. Durch die Erfahrung von Weite, Stille und elementarer Natur in Patagonien entfernte sich Lofy nach und nach von narrativen Figuren und entwickelte eine konzentrierte und reduzierte Bildsprache. Seine Aquarelle (von denen mehr als 80 ausgestellt werden) sind das Ergebnis einer direkten Auseinandersetzung mit dem Ort. Parallel dazu schuf er Skulpturen aus Treibholz, deren Formen aus dem Material selbst hervorgehen und die Spuren von Wasser, Wind und Zeit bewahren.

Datum

28. November > 23. Mai 2027