Rom, ehemalige Hauptstadt eines Weltreiches und später die Stadt der Päpste, war mit seinen antiken Monumenten und seinem Reichtum an Architektur und Kunst aus Renaissance und Barock bereits in der frühen Neuzeit das Ziel von Künstlern oder wohlhabenden Reisenden. Parallel dazu entstand ab dem 16. Jahrhundert ein großes Angebot an Druckgrafik, welche die Wahrzeichen, Plätze, Stadtviertel und Umgebung der Roma aeterna einer breiteren Schicht zugänglich machte.

Ausgestellt werden 24 Drucke aus drei Serien des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die älteste trägt den Titel Speculum Romanae magnificentiae („Spiegel der römischen Pracht“). Ab dem 16. Jahrhundert schufen diverse Kupferstecher rund 1.000 Blätter, aus denen sich jeder Sammler seinen eigenen „Reiseführer“ zusammenstellen konnte. Zu sehen sind Monumente wie das Pantheon, der Petersdom, das Kapitol oder eine fantasievolle Rekonstruktion des antiken Circus Flaminius. Im 17. Jahrhundert stellte der Niederländer Herman van Svanevelt (1603–1655) die 12-teilige Serie Diverses vues dedans et dehors Rome zusammen, welche Ansichten Roms und der Umgebung beinhaltet. Die jüngsten ausgestellten Blätter entstammen den Varie vedute di Roma antica, e moderna („Verschiedene Ansichten des alten und neuen Roms“), darunter Radierungen des berühmten Architekten und Kupferstechers Giovanni Battista Piranesi (1720–1778) und Motive wie die Engelsburg oder die Villa Borghese.

Mit der Unterstützung von der Fondation du Pélican de Mie et Pierre Hippert-Faber
unter der Schirmherrschaft von der Fondation de Luxembourg

Datum

5. Juli > 12. Oktober 2025