John Constable (1776–1837) zählt zu den angesehensten und beliebtesten englischen Landschaftsmalern. Zusammen mit J.M.W. Turner revolutionierte er die Reichweite und den Status der britischen Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert. Im Gegensatz zu Turner, dessen zahlreiche Reisen ihn zu Motiven in ganz Großbritannien und Kontinentaleuropa führten, konzentrierte Constable sich in seiner Malerei auf sein unmittelbares Lebensumfeld. Seine bekannten Bilder zeigen seine Heimat Suffolk sowie Gegenden um die von ihm häufig besuchten Orte Salisbury, Hampstead und Brighton, wo seine Freunde und Familie lebten.

Leitthema der Schau ist die besondere Inspiration, welche Constable aus diesen Orten für seine Kunst bezog. Es wird gezeigt, wie sein beständiger Kontakt zu Landschaften, denen er persönlich zutiefst verbunden war, seine Kunst bereicherte und heranreifen ließ.

Die Ausstellung enthält zudem Werke einiger von Constables Zeitgenossen, die in vielen Fällen auch seine Konkurrenten waren: Gemälde von Turner, John Linnell, Benjamin West und anderen stellen Constables Arbeiten in ihren Kontext und illustrieren, wie andere Künstler ihre eigenen lokalen Landschaften zur gleichen Zeit darstellten.

Tate besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Constables Werken, die sämtliche Perioden seines Schaffens abbildet, mit einem Schwerpunkt auf den besonders ausdrucksstarken späten Arbeiten des Künstlers.

Die gezeigten Gemälde reichen von Constables kleinformatigen, schnell gemalten Freiluftskizzen bis hin zu den größten seiner aufwändigen und berühmten Landschaftsbilder. Zusätzlich sind Beispiele seiner klein- bis mittelformatigen Kabinettbilder, Zeichnungen, Aquarelle und Stiche zu sehen.

In Kooperation mit der Tate.

Datum

1. Juli > 9. Oktober 2022

Partners

Tate